8:1-Pokalerfolg in Großengottern

1.100 Zuschauer, ca. 600 Rot-Weiße

Danke an 3x Halle.

Erklärung zur AOMV

Das zeitliche Zusammenspiel zwischen der Bekanntgabe zum R√ľckzug der Liste 2 und unserem geschlossenen Verlassen der Veranstaltung f√ľhrte bei vielen Rot-Wei√ü Fans zu einer Fehlinterpretation, welche schlicht nicht den Tatsachen entspricht. Dies m√∂chten wir auf diesen Weg gerade stellen.

Fakt ist, keine der beiden angetretenen Listen erachten wir als unterst√ľtzungswert. Weder vor, w√§hrend noch nach der Versammlung. Der Grund, dass wir den Veranstaltungsort aus einer spontanen Entscheidung heraus verlassen haben, begr√ľndete sich mit der stetig zunehmend vergifteten Stimmung verschiedenster Interessengemeinschaften in einer ungeahnt neuen Dimension, selbst f√ľr Erfurter Verh√§ltnisse. Man kann nur hoffen, dass nun auch der letzte Illusionist gesehen hat, wie tief mittlerweile die Gr√§ben innerhalb der rot-wei√üen Landschaft in Realit√§t sind.

Die knappe Ablehnung √ľber den Antrag zur Verschiebung der Wahl nehmen wir gewohnt sportlich, √ľber die Art der Ausz√§hlung werden wir noch ein paar Tage l√§nger schmunzeln. Reine Spekulation, aber ein wenig mehr Zeit zum gemeinsamen Dialog und die Abendveranstaltung w√§re sehr wahrscheinlich anders verlaufen.

Nun denn, die Wahl ist erfolgt, bei rund 2.300 Vereinsmitgliedern (minderjährige Mitglieder abgezogen) haben gestern immerhin stolze ~8% Stimmberechtigte dem gewählten Aufsichtsrat Ihr Vertrauen bekundet..

Wenn das Theaterspiel der Selbstherrlichkeiten die Interpretation vom vielzitierten „Neuanfang“ und ‚Äěruhigen Weg‚Äú darstellt, f√ľhlen wir uns im Nachhinein in unserer Vorgehensweise nur noch mehr best√§rkt, keinen Anteil an diesem fragw√ľrdigen Spektakel zu tragen.

Update zur AOMV

Wir möchten uns aufgrund diverser Nachfragen zu unserer Entscheidung, der Enthaltung zur kommenden Wahl des Aufsichtsrates, noch einmal äußern.

Zu allererst, Enthaltung ist eine Meinungs√§u√üerung, welche in einem demokratischen Auswahlverfahren durchaus eine Legitimation inne h√§lt. Und ist nicht mit ‚ÄěWahlverzicht‚Äú gleichzusetzen. Kleiner, aber durchaus feiner Unterschied.

Des Weiteren verfolgen wir mit unserer Enthaltung weder die Wahl des Aufsichtsrates noch den vielzitierten #Neuanfang zu boykottieren. Auch liegt es uns fern, den Ehrenrat, Herr Reinhardt oder die Kandidaten f√ľr Ihr Handeln zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung zu diskreditieren. Eine Mammutaufgabe, 22 Kandidaten √ľber pers√∂nliche Gespr√§che zu bewerten. Was in der K√ľrze der Zeit unter den starren Vorgaben der Satzung schlicht nicht zu stemmen war/ist.

Der Grund, warum wir im Vorfeld unsere Position öffentlich gemacht haben ist einzig der Motivation geschuldet, während der eigentlichen Wahl keine unnötige Unruhe zu generieren.

Wir haben nach wie vor ein gro√ües Interesse, einen nachhaltig agierenden Aufsichtsrat an der Spitze des Vereines zu wissen. Und diese richtungsweisende Entscheidung durch Aus√ľbung unseres Wahlrecht als Vereinsmitglieder mitzugestalten. Auch im Bewusstsein, dass der Handlungsspielraum des neugew√§hlten Aufsichtsrates aufgrund des laufenden Insolvenzverfahren in seinen Vollmachten nur begrenzt agieren kann. Jedoch, und zum besseren Verst√§ndnis gerade heraus, es √ľberzeugt uns derzeit keine der beiden zur Wahl stehenden Listen. Die Gr√ľnde daf√ľr sind vielschichtig, welche wir teils bereits √∂ffentlich kommuniziert hatten. Daher bleiben wir bei unserer Entscheidung der Enthaltung, auch nach der Ver√∂ffentlichung der Listen sowie dem Interview der Kandidaten.

Denkanstöße:

a) nachtr√§gliche Besetzung des Aufsichtsrats durch kooptierte Personen (Erg√§nzungswahl) ohne Mitgliederentscheid. Sei es aus finanziell strategischen Gr√ľnden oder aus reinen Kalk√ľl, ein Punkt, den wir ganz gerne vor der Wahl offen angesprochen wissen m√∂chten.

b) die Vergangenheit hat das zerr√ľttete Vertrauensverh√§ltnis zwischen den Mitgliedern und den Vereinsgremien mehr als deutlich aufgezeigt. Die Nicht-Entlastung ehemaliger Vorstandsposten als auch die Querelen vor/nach den letzten Wahlen seien hier in Erinnerung gerufen. Eine Altlast, welche man mal nicht soeben durch eine Neuwahl unter derart zeitlicher Raserei ungeschehen macht. Somit eine denkbar ung√ľnstige Startvoraussetzung. Durch einen konstruktiv und sachlich gef√ľhrten Dialog gilt es, das Vertrauensverh√§ltnis neu aufzubauen. Gerne auch vor der Wahl.

c) ein Aufsichtsrat hat bekanntlich die vielf√§ltigsten Funktionen zu bedienen. Welche in einem Fussballverein grob heruntergebrochen Finanzen, Sport, Marketing, Mitgliederbetreuung sind. Dazu genommen 2-3 Sitze f√ľr den Vertreter aus dem Rathaus und den Hauptsponsoren. Ohne den Personen aus den Listen zu nahe treten zu wollen, ist es f√ľr uns auf den schnellen Blick nicht selbsterkl√§rend, welcher Kandidat sich jetzt wo genau mit seiner Kernkompetenz im Aufsichtsrat einbringen soll/kann. Es steht au√üer Frage, dass jeder Kandidat √ľber ein hohes Ma√ü an pers√∂nlichen Fachwissen verf√ľgt. Jedoch, wir sehen einige √úberschneidungen als auch blinde Flecken. Dies h√§tten wir ebenfalls gerne noch im Vorfeld zur Wahl mit den Listenvertretern besprochen.

Vielfach wurde an uns herangetragen, dass wir mit unserer Enthaltung das Wahlergebnis zu Gunsten einer der beiden Listen verf√§lschen. Was schon mal an sich als haltloser Widerspruch gewertet werden darf, da eine Enthaltung keiner der beiden Listen einen Vorteil verschafft. Bzw. dass wir uns aus der Verantwortung ziehen, um im Nachhinein die Karte ‚ÄěHaben wir doch gleich gewusst‚Ķ‚Äú spielen. Machen wir nicht, versprochen.

Fakt ist, wir unterstehen keinen Fraktionszwang, was unsere Entscheidung angeht. Wir werden jede einzelne Wahlentscheidung, sei es aus unserer Gruppe heraus, den Fanclubs der Steigerwaldkurve oder von den anderen Mitgliedern, akzeptieren und respektieren.

Unter #Neuanfang verstehen wir einen langwierig allumfassenden Prozess der Veränderung. Der Wahlvorgang der Vereinsgremien ist eines der Kernthemen auf der Agenda zu einem erfolgreichen #Neuanfang. Der Aufschlag hierzu ist getan.

1:0-Heimsieg gegen Bautzen

3.289 Zuschauer, ca. 15 Gästefans

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Mit gro√üem Interesse beobachteten wir die Entwicklungen im Verein und dessen Umfeld nach Abschluss der letzten Saison. Das Insolvenzverfahren wurde wie geplant er√∂ffnet. Die Gl√§ubiger stimmten letzte Woche der Vergleichsquote von zwei Prozent zu, der Insolvenzplan soll in den kommenden Wochen vorgelegt werden. Mit Brdaric und Bornemann konnten auf sportlicher Ebene zwei Personen gewonnen werden, die beide ein hohes Ma√ü an Kompetenz und ein gutes Netzwerk f√ľr die Regionalliga einbringen. In Anbetracht der quasi nicht verf√ľgbaren finanziellen Mittel f√ľr neues Spielerpersonal, darf der derzeitige Mittelfeldplatz in der Tabelle gerne als Erfolg gewertet werden. Der Verein und sein Umfeld sind nach wie vor von der Normalit√§t weit entfernt. Jedoch, und das ist durchaus positiv zu verstehen, sichtbar n√§hert man sich dieser Schritt f√ľr Schritt.

Eine weitere wichtige Standortbestimmung stellt die au√üerordentliche Mitgliederversammlung am 05.09.2018 dar. Haupttagespunkt ist die Wahl des Aufsichtsrates, gleichbedeutend mit der Wahl des Pr√§sidiums. Der vielfach zitierte Ausspruch ‚ÄěInsolvenzrecht vor Vereinsrecht‚Äú gilt bekannterma√üen f√ľr die wirtschaftlichen Bereiche des Vereins, nicht jedoch f√ľr die mitgliederbetreffenden Angelegenheiten. Somit ist die Wahl eines neuen Vorstandes l√§ngst √ľberf√§llig, torkelt doch dato der Verein und dessen Mitglieder nach dem erfolgten R√ľcktritt der F√ľhrungsgremien ohne Steuermann einer ungewissen Zukunft entgegen.

Leider haben der Ehrenrat (welcher laut Satzung f√ľr die Vorauswahl der Personen zur Aufsichtsratswahl verantwortlich ist) als auch die Kandidaten selbst, die sich bietende Gelegenheit verpasst, die Mitglieder in einer geeigneten Art und Weise zur bevorstehenden Wahl abzuholen. Der einfachen Bitte nach einer Vorstellung der Kandidaten √ľber RWE.TV wurde nicht nachgekommen. Wir sind nicht die Einzigen, welche diesen Zustand kritisieren. Auf Nachfrage vom Fanrat beim Insolvenzverwalter resultierte die Aufforderung an die Kandidaten, alle Listen bis Samstag 8Uhr, den Mitgliedern gegen√ľber zu ver√∂ffentlichen. Dieser Anordnung kam bis zum Stand 01.09.2018 11:08Uhr lediglich eine Liste nach. Die Art und Weise, die Mitglieder des Vereins derart nebul√∂s √ľber die personelle, inhaltliche und strategische Ausrichtung der jeweiligen Listen im Ungewissen zu belassen, halten wir in Anbetracht eines mitgliedergef√ľhrten Vereins, f√ľr nicht angemessen. Aufgrund der fehlenden Informationslage √ľber die zur Aufsichtsratswahl stehenden Personen, sehen wir uns nicht im Stande, eine f√ľr unsere Anspr√ľche gerecht werdende Entscheidung zu treffen. Wir, die Fanclubs der Steigerwaldkurve, haben daher beschlossen uns bei der Wahl zu enthalten.

In den kommenden Wochen und Monaten wird unser Augenmerk auf dem Tun und Handeln der gew√§hlten Aufsichtsratsvertreter liegen. Sollte es analog zur letzten Wahl zu medial ausgetragenen Unstimmigkeiten kommen, nehmen wir von dem in der Satzung verankerten Recht Gebrauch, eine weitere au√üerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Mit dem Ziel, den Aufsichtsrat geschlossen abzuw√§hlen. Zus√§tzlich dazu, werden wir eine Satzungs√§nderung zur Personenwahl anstelle der aktuell g√ľltigen Listenwahl beantragen. Beide Wahlsysteme haben ihre Vor- und Nachteile, dies ist auch uns durchaus bewusst. Wir erhoffen uns jedoch durch eine √Ąnderung der Wahlmodalit√§t ein aktiveres Eigeninteresse der Bewerber, sich bereits im Vorfeld den Fragen und Anregungen der Mitglieder zu stellen.

Unser Augenmerk wird in den kommenden Wochen ebenfalls auf der Unterst√ľtzung des Nachwuchsleistungszentrums liegen. Beinhaltet das NLZ nichts weniger als die sportliche Zukunft des Vereins. Die dort herrschenden Zust√§nde sind derzeit alles andere als befriedigend und ben√∂tigen einer dringenden Verbesserung.

Zur kommenden Mitgliederversammlung werden wir auf den Antrag zum Ausschluss der Pressevertreter verzichten. Neuanfang bedeutet auch f√ľr uns, alte Muster √ľber Bord zu werfen. Man darf gespannt sein, wie objektiv und sachlich die Vertreter der schreibenden/bildschaffenden Zunft die Geschehnisse bei der sicherlich interessanten Versammlung wiedergeben.

 

Erfordia Ultras 1996
Erfordia Ultras Youth
Fanatics EF
Jungsturm
Saalfeld
S√ľdth√ľringen
Legio Erfordia
Versatio Supporters
Dunstkreis
Sektion Eltetal
Westth√ľringen
Ostwänster
Roots66
Königliche Reisegruppe
Blocksport
Grenzgebiet
Weimarer Land
Kommando Arnscht On Tour
Los Chicos
EF-S√ľd

 

JETZT ERST RECHT!

Vor rund zw√∂lf Monaten schlossen sich bundesweit die Fankurven zusammen, um sich der voranschreitenden Zerst√∂rung des Fu√üballs wie wir ihn kennen entgegen zu stellen. Nachdem medial zahlreiche Versuche all jener, die sich von dieser Kampagne in die Enge getrieben f√ľhlten, misslangen, mussten sich diese Verantwortlichen bei DFB und DFL in den kommenden Monaten an ihren √∂ffentlichen Aussagen messen lassen.

Die anfängliche Euphorie wich in den zwei erfolgten Standpunktgesprächen zwischen Vertretern der Fanszenen Deutschlands mit den Verantwortlichen aus DFB und DFL schnell. Viel mehr verfestigte sich abermals der Eindruck, man wolle diesen Dialog wie in den vergangenen Jahrzehnten nutzen, um mit einem medienwirksamen Gesprächsangebot und netten Worten die Taten um jeden Preis zu vermeiden.

Eine Mitschuld an den Entwicklungen tragen in zahlreichen F√§llen auch die Vereinsvertreter. Oftmals offenbarte ein Blick hinter die Kulissen, dass Vertreter der Vereine im Innenverh√§ltnis gegen√ľber den eigenen Fanvertretern Verst√§ndnis und Zusagen geben, um innerhalb der Liga-/Verbandsversammlungen dann genau gegenteilig zu agieren. Auch fehlt es hier ganz klar an einer l√∂sungsorientierten Vernetzung und Eigeninitiative. Insbesondere in der Causa um die 50+1-Regel zeigte der Vorsto√ü des Vertreters vom FC St. Pauli eindrucksvoll, dass es unter den Vereinsvertretern deutlich Spielraum f√ľr mehr Eigeninitiative gibt, der noch ungenutzt ist. Die Vereinsvertreter sind mit Nichten die Abnicker von kommerziellen Pl√§nen der Deutschen Fussball Liga, die allein aus Selbsterhaltungszwecken die Vermarktung der Ware Fussball vorantreiben muss. Die Vereinsvertreter sind die, die Werte und W√ľnsche der Basis aus Mitgliedern und Fans ihrer Vereine vertreten sollen.

Nur wenige Tage nach dem zweiten Gespr√§ch stellte sich heraus, dass ab der Saison 2018/2019 sogar die 3. Liga einen Montagsspieltag haben wird, was im Rahmen des Gespr√§chs zu keinem Zeitpunkt seitens der Verb√§nde angebracht wurde, obwohl mit Thomas Schneider eine selbsternannte Person mit der Kernkompetenz Faninteressen vertreten war. Alleine hier h√§tte die Brisanz des Themas auffallen m√ľssen. Stattdessen wurde mit einer Pilotphase f√ľr die einheitliche Behandlung von Fanutensilien ein neuer Papiertiger geschaffen, der bis heute keine Ergebnisse vorzuweisen hat.
In puncto Sportsgerichtbarkeit goss der DFB seine bisher intransparenten Strafen in horrenden H√∂hen lediglich in Formen und manifestierte sein willk√ľrliches Ersatzstrafrecht in einem Strafenkatalog. Auch hier kann weder von einer Verbesserung im Sinne von Vereinen und Fans keine Rede sein. Von Transparenz fehlt weiterhin jede Spur, was auch die bis heute mangelnde Aufkl√§rung der Causa Beckenbauer in Zusammenhang mit den Sommerm√§rchen-Millionen oder im Falle des Funktion√§rs Curtius sehr eindrucksvoll widerspiegelt. Die vermeintliche Neurregelung der Regionalligen wurde in einem Hauruckman√∂ver zu einem Gl√ľcksspiel umfunktioniert, anstatt eine klare Regelung zu finden. Wir k√∂nnen diese Liste Punkt f√ľr Punkt abarbeiten um letztendlich unter dem Strich festzuhalten: Dem DFB und der DFL sind sich weder dem Gegenwert dieser ausgestreckten Hand der Fanszenen Deutschlands, noch den Konsequenzen dieser mangelnden Wertsch√§tzung der Basis in den Stadien bewusst.Stattdessen manifestierte sich viel mehr der Eindruck, dass der Fussballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verb√§nden auszunehmen.

Aus diesem Grund sehen wir keine andere Möglichkeit, als die Gespräche mit sofortiger Wirkung zu beenden und den Protest noch engagierter als zuvor in die Stadien zu tragen.

Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns f√ľr die Grundwerte des Fussballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fussballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen zehntausende Unterst√ľtzer in den Kurven des Landes hinter uns.

Ihr werdet auch in dieser Saison von uns hören!

Die Fanszenen Deutschlands im August 2018

Graffiti & Streetart Update