Freitag 17:30 Uhr – nicht mit uns!

Während der Ligaalltag in vollem Gange ist, wirft das kommende Spiel im Thüringenpokal bereits seine Schatten voraus. Neuerdings sehen wir uns im regionalen Pokalwettbewerb mit einer Maßregelung konfrontiert, die wir in dieser Form nur aus den oberen Ligen des deutschen Profifußballs gewohnt sind. Zustände, die wir als anmaßend und rücksichtslos betrachten.

Die Anstoßzeit für das kommende Thüringenpokalspiel des SV Grün-Weiß Siemerode gegen den FC RWE am Freitag, den 04.09.26, nämlich um 17:30 Uhr, wirft in unseren Reihen Fragen auf und stößt innerhalb des Kollektivs der SWK auf absoluten Unmut. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass hinsichtlich der Faninteressen eine Anstoßzeit um 17:30 Uhr mehr als fanfeindlich daherkommt, viel mehr sehen wir die Entscheidungsträger dieser Ansetzung als Verantwortliche einer mehr als untragbaren Entscheidung, die in keinerlei Verhältnis zu den bestehenden Prinzipien eines gesunden Umgangs mit den Interessen aktiver Fußballfans steht.

Wir verurteilen die willkürliche Ansetzung von Anstoßzeiten seitens des TFVs, appellieren gleichzeitig an die Vereine, sich diesem Zustand im Sinne seiner Anhängerschaft entgegenzustellen und fordern eine Verlegung der Anstoßzeit auf 19:00 Uhr.

Es darf nicht der Fall sein, dass erkämpfte Ziele aus den oberen Ligen im Amateurbereich blind übergangen und gegenüber uns Fans untergraben werden. Der Fußball lebt von seinen Fans. Es darf nicht der Fall werden, dass organische oder wirtschaftliche Interessen Dritter maßgebend für die Platzierung von Anstoßzeiten zu Lasten der aktiven Fans sind. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass wir die fehlende Kompetenz im Sinne einer gesunden Fankultur seitens der Entscheidungsträger nicht nur verurteilen und eine Anstoßzeit um 17:30 Uhr ablehnen, sondern wir uns weitere Schritte vorbehalten werden, sofern seitens Verband und Vereine keinerlei Maßnahmen für eine fanfreundliche Durchführung des Thüringenpokalspiels in Siemerode ergriffen werden.

Steigerwaldkurve im August 2026

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Auswärtssieg in Borsch

1.500 Zuschauer

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Heimsieg gegen Magdeburg II

5.412 Zuschauer, ca. 20 Gäste
Danke an Halle!

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Thüringer Polizeiaufgabengesetz stoppen!

Wir möchten euch über eine aktuelle Entwicklung aus dem politischen Raum informieren, die auch uns als Fußballfans betreffen und weitreichende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte bedeuten könnte. Im Mittelpunkt steht die geplante Reform des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes (ThürPAG) und die damit verbundenen neuen polizeilichen Befugnisse.

Hierbei strebt die Thüringer Landesregierung eine fragwürdige Erneuerung des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes an, die folgende neue polizeiliche Befugnisse mit sich bringen würden:

  • eine KI-basierte Überwachung sowie Datenauswertung
  • Gesichts- und Stimmsuchmaschinen
  • die Einführung elektronischer Fußfesseln
  • Befugnisse für Drohnen- und Taser-Einsätze

Was von den Verantwortlichen als notwendiger Beitrag zur inneren Sicherheit dargestellt wird, bedeutet in Wirklichkeit eine Schaffung deutlich weitreichender Überwachungsmöglichkeiten sowie eine aus unserer Sicht unbegründete Datensammlung in allen Lebensbereichen.

Besonders wir Fußballfans werden von dieser Entwicklung betroffen sein, sind wir doch seit jeher ein Versuchskaninchen und Testfeld für neue Sicherheitsmaßnahmen.

Stadionumfelder, Bahnhöfe und öffentliche Plätze werden bereits heute in einem aus unserer Sicht unzureichenden Verhältnis zwischen Zweck und Mittel überwacht. Ergänzend könnten diese Maßnahmen künftig durch KI-Systeme ausgeweitet werden, bei denen Bild- und Videomaterial automatisiert ausgewertet, Personen identifiziert und Bewegungsprofile erstellt werden können. Ein Zustand, der jeglicher Grundlage entbehrt und von uns mehr als kritisch gesehen wird. In der Erweiterung der Befugnisse sehen wir erhebliche rechtliche Bedenken.

Die Erfahrung zeigt, dass einmal geschaffene Überwachungsinstrumente selten bis gar nicht auf ihren ursprünglich vorgesehenen Zweck beschränkt bleiben. Geschaffene Mittel werden oftmals zweckentfremdet und können bewusst zur Schaffung von Rechtslücken ausgenutzt werden.

Angepriesen als Reaktion auf eine Radikalisierung, Extremismus, Terrorismus oder schwere Straftaten, können geschaffene Mittel in folgenschwerer Form als vermeintlich unproblematisches Werkzeug an und gegen andere gesellschaftliche Gruppen angewendet werden, zu denen auch wir als Fußballfans zählen. Ein Beispiel aus der Vergangenheit stellt der Einsatz der BFE+-Einheit Blumberg dar, die ursprünglich als Unterstützung des GSG 9 ins Leben gerufen wurde und mittlerweile rund um den Spieltag Fußballfans bewusst schikaniert und unbegründete Gewalt einsetzt.

Weiterhin befürchten wir eine Manifestierung von Generalverdachten, bei denen die oben genannten Instrumente pauschal auf ganze Gruppen übertragen und zur Anwendung gebracht werden können, wobei wir als Fußballfans eine besondere Zielscheibe darstellen.

Ebenso bewerten wir eine zunehmende Verknüpfung unterschiedlichster Datenquellen äußerst kritisch. Hierbei sehen wir die Gefahr, dass schleichend ein dauerhaftes Überwachungssystem geschaffen wird, dessen Einsatz keiner großen Hürde oder weitreichender Befugnisse mehr bedarf. Die freie Auslebung von Meinungen, insbesondere um und in den Stadien, ist dadurch essenziell gefährdet. Eine Stigmatisierung kritischer Strömungen, wie sie unsere Kultur nun einmal prägt, muss nicht nur kritisiert, sondern verhindert werden.

Der normale Bürger sollte niemals ständig befürchten müssen, dauerhaft und unerkannt erfasst, gespeichert und analysiert zu werden.

Ein Staat, der bewusst kontinuierlich auf eine Ausweitung der Überwachung setzt, schafft im Gegenzug keineswegs automatisch mehr Sicherheit. Er sichert sich lediglich Befugnisse, die in keinem angemessenen Verhältnis zu den Grundrechten seiner Bürger stehen. Dabei sind Freiheit, Datenschutz und Versammlungsfreiheit keine Hindernisse für innere Sicherheit, sondern grundlegende Pfeiler einer demokratischen Gesellschaft, deren Integrität hier angegriffen wird.

Als Fußballfans, aber auch als Bürger Thüringens, lehnen wir die geplante Verschärfung des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes ab und fordern die Verantwortlichen auf, die geplante und zugleich rechtswidrige Initiative zu stoppen.

Fußballfans sind keine Verbrecher.
Nein zum ThürPAG!

Steigerwaldkurve Erfurt im August 2026

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Derbysieger!

12.141 Zuschauer, ca. 1.400 Erfurter

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Heimsieg gegen Tasmania

6.873 Zuschauer, ca. 20 Gäste
Danke an Groningen!

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Unentschieden in Halle

8.941 Zuschauer, ca. 1.700 Erfurter
Danke an Halle und Groningen!

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Stellungnahme zu den Vorfällen nach dem Auswärtsspiel am Hauptbahnhof Halle

Im Anschluss an das Auswärtsspiel des FC Rot-Weiß Erfurt beim Halleschen FC am Sonntag, dem 2. August 2026, kam es am Hauptbahnhof Halle zu einem Polizeieinsatz. Aufgrund zahlreicher Schilderungen von Betroffenen, vorliegender Videoaufnahmen sowie eigener Beobachtungen lehnen wir das Vorgehen der eingesetzten Kräfte ab und fordern eine kritische sowie umfassende Aufklärung der Geschehnisse.

Auslöser der polizeilichen Maßnahmen sollen einzelne Personen gewesen sein, die während der Wartezeit auf den Regionalexpress am Bahnsteig eine Zigarette rauchten – trotz des dort geltenden Rauchverbots. Um dies zu unterbinden, bewegte sich die BFE Blumberg nach Schilderungen von Betroffenen aggressiv durch die Menschenmenge. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 300 Fans des FC Rot-Weiß Erfurt sowie zahlreiche weitere Reisende dicht gedrängt auf dem Bahnsteig und warteten auf den in wenigen Minuten einfahrenden Zug.

Im Verlauf des Einsatzes soll es zu erheblichem körperlichem Druck und aus Sicht der Betroffenen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung gekommen sein. Aufgrund der räumlichen Enge wurden Menschen in Richtung Bahnsteigkante gedrückt und einzelne Personen stürzten dabei rückwärts ins Gleisbett. Nach den uns vorliegenden Informationen erlitten sie unter anderem Prellungen und Schnittverletzungen.

All dies soll wegen einer einfachen Ordnungswidrigkeit erfolgt sein, wie sie an deutschen Bahnhöfen tagtäglich tausendfach vorkommt.

Besonders besorgniserregend ist aus unserer Sicht, dass sich die Vorfälle während des laufenden Bahnbetriebs ereigneten. Ein Sturz in den Gleisbereich birgt erhebliche Gefahren und hätte schwerste Verletzungen oder sogar tödliche Folgen haben können. Das Vorgehen der BFE Blumberg nahm nach unserer Einschätzung eine Paniksituation sowie eine erhebliche Gefährdung der anwesenden Personen in Kauf.

Wir halten daher eine unabhängige Aufarbeitung der Geschehnisse für zwingend erforderlich. Insbesondere die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes sowie die konkreten Umstände, unter denen Personen in den Gefahrenbereich des Gleises gedrängt wurden, müssen lückenlos aufgeklärt werden. Dies gilt auch vor dem Hintergrund zahlreicher Berichte über frühere Einsätze der BFE Blumberg. Es stellt sich die Frage, ob sich diese Einheit durch ein besonders konfrontatives und eskalierendes Auftreten auszeichnet und dabei die gebotene Verhältnismäßigkeit aus dem Blick verloren hat.

Die Geschehnisse am Hauptbahnhof Halle dürfen nicht folgenlos bleiben. Wir fordern daher den FC Rot-Weiß Erfurt auf, sich kritisch mit den wiederholten Grenzüberschreitungen gegenüber seinen eigenen Anhängern auseinanderzusetzen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitsdebatte, die aus unserer Sicht von Politik und Sicherheitsbehörden genutzt wird, um weitere Einschränkungen von Freiheitsrechten zu rechtfertigen.

Wir rufen alle Augenzeuginnen und Augenzeugen dazu auf, uns vorhandenes Videomaterial sowie Erlebnisprotokolle zur Verfügung zu stellen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil es nach Vorwürfen von Polizeigewalt immer wieder zu Strafanzeigen gegen Betroffene kommt und eine umfassende Dokumentation der Ereignisse von besonderer Bedeutung ist.

Mit dem Wissen, dass uns bereits am Sonntag zum Derby erneut die BFE Blumberg begleiten wird, sehen wir Anlass zur Wachsamkeit. Sollte es erneut zu vergleichbaren Szenen kommen, tragen aus unserer Sicht auch diejenigen Verantwortung, die ein solches Vorgehen durch Untätigkeit oder Schweigen hinnehmen.

BFE Blumberg das Handwerk legen!

Steigerwaldkurve im August 2026

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ALLE IN ROT ZUM DERBYSIEG

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30 Jahre Ultras in Erfurt

Danke an Halle, Groningen und Massa!

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