3:0-Auswärtssieg bei Zeiss II

140 Zuschauer, keine Gästefans erlaubt

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3:0-Auswärtssieg in Sandersdorf

661 Zuschauer, ca. 400 Erfurter

Danke an Halle & Groningen (4x).

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1:0-Heimsieg gegen Inter Leipzig

2.100 Zuschauer, keine Gästefans

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2:1-Niederlage in Zorbau

550 Zuschauer, ca. 300 Erfurter

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0:1-Niederlage gegen Grimma

Mitten in den Vorbereitungen zum ersten Heimspiel der Oberligasaison ereilte uns die Nachricht, dass Mark, ein alter Freund und langjähriger Wegbegleiter der Erfordia Ultras, verstorben ist.  Fassungslosigkeit, Resignation, Trauer. Es fällt auch nach zwei Wochen noch schwer in Worte zu fassen, was in unseren Köpfen vor sich ging, als uns die Nachricht erreichte. Schnell wurde klar, dass wir das Spiel gegen Grimma nutzen werden um Mark zu Gedenken. Nachfolgend veröffentlichen wir den Nachruf aus dem Block3, welchen ein langjähriger Freund von Mark verfasst hat und der nicht treffender darlegen könnte wer Mark war, wofür er stand und wofür wir alle ihn mochten. In das Gedenkspruchband für Mark schlichen sich leider 2 eklatante Fehler bzw. Buchstaben aus diesem heraus. Wir wissen, dass du darüber gelacht hättest, Mark! Deine Verrücktheit, deinen Optimismus, dein Lachen und dein Wesen werden wir in Ehren halten!

Ruhe in Frie(de)n, alter Freund!

Nachruf:

Die Kurve schweißt zusammen – egal was passiert. Unfassbar wenn einem die Nachricht ereilt, dass ein Platz in unserer Kurve leer bleiben soll. Ein guter Freund und langjähriger Begleiter ist – plötzlich und tragisch zu gleich – von uns gegangen. Es ist schwer zu fassen, denn dieser Teil wird nie mehr geschlossen. Dort wo Du gestanden hast, ist jetzt der Platz leer und jedes Mal wird es schmerzen, dies zu sehen.

Als mich die Nachricht erreichte das Mark verstorben ist, konnte ich es nicht fassen. Plötzlich war alles um mich herum nicht mehr wichtig, der Alltag trat in den Hintergrund und die Gedanken kreisten in einem tiefen Tal der Emotionen. Auch Stunden nach der Nachricht und bis zum heutigen Tag, ist dieser Verlust schwer zu realisieren. Alles wirkt noch nicht greifbar.

Mark war ein RWE Anhänger durch und durch. Für unseren Club hat er alles gegeben, für mich einer der  Treuesten, den ich in meiner 36jährigen Schlachtenbummlerära kennengelernt habe und mit dem mich eine tiefe Freundschaft verband.

Sicherlich können viele, die Mark kannten, ihre eigene Geschichte mit ihm erzählen – lange, kurze, lustige, traurige und viele mehr.

Mark und ich haben uns irgendwann bei einem Spiel unter der Woche kennengelernt. Genauer am 25. März 1997. Es war ein Flutlichtspiel gegen den VFC Plauen. Auf der Heimfahrt im Zug kamen wir ins Gespräch und nebenbei lernte ich auch die anderen Jungs der Farnrodaer-/ Eisenacher Gruppe kennen. Relativ schnell war klar, wir schwebten auf einer Wellenlänge und ab sofort wurden die nächsten Spiele gemeinsam geplant. Von Montag bis Freitag schnürte uns der Mantel des Alltags. Das Wochenende wurde sehnlichst erwartet, denn diese gehörten dem RWE. Wenn ich zurück denke, haben wir eine wunderbare Zeit gehabt. Die manchmal schier endlosen Touren vom Rostocker Volksstadion, zum Spandauer SV, zu Chemie Velten, an die Oder zu Stahl, in das sagenumwobene Ostragehege, über Stendal nach Eichkamp, von Schönberg, zehenspitzend auf Holzpaletten stehend, zu Fortuna Magdeburg, über Falkenberg/ Elster – Bahnhofskneipe, im düsteren Rauch sitzend, mit Bockwurst und Bier und mit der Zweiten nach Laubegast oder ins Kaffeetäfelchen. Später nach der Neuaufteilung der Regionalliga kamen wir dann  fast durch das ganze Land: von Pfullendorf bis Lübeck, vom Saarland, über Wattenscheid (Blitz, Donner und Wolkenbruch) bis zum Platz Nummer 11. Dann der viel umjubelte Aufstieg in die 2. Bundesliga und später die Zeiten in der 3.Liga.

Gerade im Zusammenhang mit Mark bleiben mir die Spiele gegen den OFC in Offenbach in lebendiger Erinnerung. Die obligatorische Frage bei der Abfahrt: „Ey spielt Ronny, dann gewinnen wir.“ Was soll ich sagen – Mark hatte immer Recht.

Es gibt so viele Dinge die ich schreiben könnte – einige Erlebnisse bleiben unvergessen. Zum Beispiel das Auswärtsspiel gegen den DSC im Ostragehege, an einem Mittwoch im Frühjahr 1999. Etwas Improvisation war nötig, da wir noch arbeiten mussten und relativ spät loskamen. Das Auto war die einzige Möglichkeit noch rechtzeitig in Elbflorenz anzukommen. Mein damaliges Auto, das Mark liebevoll Vaclav getauft hatte, war nicht mehr sehr vertrauenserweckend, halb Schrott. Ein paar Tage vorher hatte es uns etwas stockend nach Berlin in den Jahnsportpark zum Spiel gegen Croatia gebracht und auch wieder zurück, das stimmte uns optimistisch. Wir riskierten es, denn es ging um RWE und unseren Club wollten wir nicht im Stich lassen. Die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich ins Stadion. Leider mussten wir eine 0:2 Niederlage unserer Elf in Kauf nehmen. Aber gegen den DSC sah unsere Elf meistens nicht so gut aus. Für die Rückfahrt waren wir trotz allem optimistisch, doch spätestens bei Karl-Marx-Stadt war es nun vorbei. Dampf überall, der Motor war kurz vor seinem Exodus. Mark hatte die Ruhe weg  und wir überlegten, was zu tun sei. Irgendwann sagte Mark: „Ich bin optimistisch, dass es bis nach Hause klappt.“ Der alte Böhme sprang tatsächlich an und wir schafften es mit 25km/h und mehreren langen Pausen, zum Abkühlen, bis zum Rehhofstübchen in Wutha. Die passende Autowerkstatt zum Entsorgen war gleich in der Nähe, den Vaclav hatte sich leider komplett verabschiedet. Aber Mark mit seinem Optimismus behielt Recht, wir kamen bis nach Hause.

Oder auch die Zugfahrt nach Hütte: Abfahrt irgendwann in der Nacht. Wir stiegen in Eisenach ein, Mark und die Farnrodaer Jungs dann in Wutha. In Seebergen gab Mark fast immer das Signal: „Hey gleich kommt Wandersleben!“ Schals raus- Gesang an. Der Zug hielt in Wandersleben und die Crew war vollständig.  Mit dem Wochenendticket nach Eisenhüttenstadt – das zog sich. In Falkenberg/ Elster gab es damals noch eine Bahnhofskneipe, die etwas knifflig zu erreichen war, alles dort war noch aus dem letzten Jahrhundert, aber sehr gemütlich. Dort gab es Bockwurst mit Bier. Wir wirkten dort immer wie Außerirdische zwischen den dicken Handelsgoldnebelschwarten. Mark sprach mich später immer wieder auf diese morgendliche Stippvisite in Falkenberg an. So was prägt und bleibt unvergesslich. Wir mussten weiter nach Hütte. Ich weiß nicht wie oft wir auf der Hinfahrt umgestiegen sind. In Guben dachten wir: „Gut, dass wir aussteigen, hier scheint die Welt zu Ende zu sein“. Aber es ging weiter. Endlich in Hütte angekommen haben wir das Stadion schnell gefunden. Vor dem Stadion tummelten sich schon Typen in Trainingshosen, die wir nur so nur von Banik Ostrava kannten. Als wir endlich im Gästeblock im Stadion der Hüttenwerker standen, ereilte uns die Nachricht der Mannschaftsbus steht im Stau. Die Mannschaft lies tatsächlich auf sich warten und im Endeffekt sahen wir nur die ersten 30 Minuten, da wir ja irgendwie wieder zurück mussten. Schweren Herzens verließen wir also nach 30 Minuten das Stadion. Die Turnhosenfraktion hatte wohl gerade überlegt was man tun kann und nahm die Verfolgung auf. Die Miliz war nun auch auf Trapp und machte sich etwas lustig, weil wir vor der Turnhosenfraktion kuschten. Was ja nicht so war. Die Zeit drängte, denn der Zug wartete nicht auf uns. Aber Mark nahm sich die Zeit und ging zurück, wir natürlich auch, um den Grünen zu erklären, dass wir nicht wegen der Turnhosenfraktion rannten, sondern wegen unserem Zug. Unvergessen wie er mit den Ordnungstypen diskutierte und die Situation klarstellte. Sehe das Bild heute noch vor mir. Auf solchen Reisen konnten wir Mark immer fragen, er hatte zu jeder Tageszeit geschmierte Käsebrötchen dabei. Das war auf den langen Fahrten immer hilfreich. Einmal bei Hertha 03 bunkerte Mark seinen Rucksack im Unterholz des amerikanischen Sektors. Nach dem Spiel wurde er erfolgreich wieder gefunden und Mark buckelte das schwere Ding zum Bahnhof Zehlendorf. Da wir schon etwas spät waren, mussten wir rennen. Unterwegs hielt Mark zweimal an und verschenkte ein paar Büchsen vom kühlen Nass, hier und dort trotz der Eile noch kurz ein kleines Gespräch. Die eine oder andere Büchse fiel aus dem Rucksack und zerplatzte auf den Straßen Berlins. Der Rucksack war jetzt zwar so gut wie leer, aber Mark erreichte trotz allem zufrieden und glücklich die Bahn. Das war Mark und dafür mochten wir ihn. Er war Punk und hatte seinen Standpunkt. Gerade in den Neunzigern kein Zuckerschlecken, denn oft wurde er wegen seinem Äußerem zur Rede gestellt und angemacht. Aber er zog es durch mit aller Konsequenz.  Dafür hatte er unseren Respekt und wir standen an seiner Seite, wenn es mal brenzliger wurde.

Zuletzt sahen wir uns selten im Stadion, manchmal noch beim Grillen oder Quatschen bei ihm zu Hause in Eisenach, wo er mit seinem treuen Hund „Hebe“ wohnte. Es wurde ruhiger, aber der Kontakt brach nie ab. Immer drehten sich unsere Gespräche am Telefon über unseren RWE. Wir schwelgten in Erinnerungen, denn mit der Zukunft sah es ja bekanntlich nicht rosig aus für unseren Club, aber unsere Hoffnung auf bessere Zeiten haben wir uns immer erhalten.

Mark wir werden Dich nicht vergessen für immer wirst Du in unseren Herzen sein!

Ruhe in Frieden!

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1:1-Unentschieden zum Punktspielauftakt in Rudolstadt

747 Zuschauer, ca. 250 Erfurter im Gästeblock

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Update: Auswärtsspiel in Rudolstadt

Grüßt Euch, Rot-Weiß Fans!

Zuletzt haben wir Euch davon berichtet, dass wir auf das Auswärtsspiel in Rudolstadt am kommenden Sonnabend verzichten werden.

Nach Rücksprache mit Vertretern der Steigerwaldkurve und des Fanrat e.V. haben wir uns dazu entschlossen, das Geld, welches wir für die Eintrittskarten ausgegeben hätten, für den Erhalt des Nachwuchsleistungszentrums des FC Rot-Weiß Erfurt e.V. zu spenden.

Wer es uns gleichtun möchte, ist hiermit herzlich dazu eingeladen. Der Betrag für die Eintrittskarte wären 10€ pro Person gewesen. Wer jedoch nicht den vollen Betrag aufbringen kann, darf natürlich auch eine Teilsumme an den Fanrat e.V. überweisen. Fangruppen bitten wir, den Betrag zu sammeln und gebündelt zu überweisen.

Das Geld fließt zweckgebunden in den Erhalt des NLZ.

Fanrat Rot-Weiß Erfurt e. V.
Sparkasse Mittelthüringen
IBAN: DE57 8205 1000 0163 1107 19
BIC: HELADEF1WEM
Überweisungszweck: Spende NLZ

Wir zählen auf Eure Unterstützung!

Erfordia Ultras 1996
im Namen der Steigerwaldkurve

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Auswärtsspiel in Rudolstadt

Hallo Rot-Weiß Fans,

auf diesem Wege möchten wir darüber informieren, dass wir uns dazu entschlossen haben, das Auswärtsspiel in Rudolstadt nicht zu besuchen. Es wird von uns auch kein Alternativprogramm vor Ort geben, da wir nicht anreisen werden. Grundsätzlich begrüßen wir den Ansatz des FC Einheit Rudolstadt, auch Gästefans den Zutritt zum Stadion zu ermöglichen. Ein Kontingent von 250 Karten für den Gästeblock deckt dabei jedoch nicht die Vielfalt und Reisebereitschaft der gesamten Fanszene ab. Wir können und wollen es nicht mit uns vereinbaren, dass im Stadion eine Zweiklassengesellschaft entsteht und setzen uns, trotz aller Konsequenzen dafür ein, jedem interessierten RWE-Fan den Spielbesuch zu ermöglichen. Sollte dies aus infrastruktureller oder behördlicher Sicht nicht umsetzbar sein, werden wir auch zukünftig den Spieltag nicht begleiten. Wir möchten niemandem vorschreiben, ob er das Spiel besucht, erhoffen uns jedoch solidarisches Verhalten und Gemeinschaftssinn von allen anderen RWE-Fans.

Gleichzeitig erkennen wir an, dass die Bewertung eines Spielbesuchs abhängig vom jeweiligen Standort und den herrschenden Gegebenheiten ist.

Wir begrüßen außerdem den Ansatz und die Arbeit des FC Rot-Weiß Erfurt im Hinblick auf das Heimspiel gegen den FC Grimma, bei welchem ein Hygienekonzept erarbeitet wird, um allen interessierten Zuschauern den Eintritt zu ermöglichen.

Die Mannschaft wurde über unsere Entscheidung informiert.

Erfordia Ultras 1996

im Namen der Steigerwaldkurve Erfurt

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Fakten schaffen für den Oberligastart

Grüßt Euch, Rot-Weiß Fans!

Fast ein halbes Jahr ist es her, als wir zuletzt auf den Stufen unseres Stadions standen, unseren Verein zwischen Rauch und Choreomaterial besangen und unsere Emotionen gen Himmel jagten, obwohl bis auf die treuen Fanseelen niemand im Stadion war. Kein Präsident, kein Aufsichtsrat, niemand. Wir waren da, um uns in eine ungewisse Zukunft zu verabschieden und schenkten uns gegenseitig Kraft.

Kurz darauf brach der Corona-Virus auch in Deutschland flächendeckend aus und machte es uns unmöglich, der Fangemeinde ein Alternativprogramm zu den ausgefallenen Spielen zu bieten. Währenddessen arbeiteten wir beharrlich im Hintergrund an möglichen Szenarien und Strategien, die den Verein wieder auf die Beine richten sollten. Wir vermittelten, führten Gespräche und waren in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar. In den kommenden Tagen und Stunden entscheidet sich jedoch die Zukunft unseres Vereins, weswegen wir uns gezwungen sehen, einen letzten Aufruf an unseren Verein, sein Umfeld und den Insolvenzverwalter zu senden.

In den letzten Monaten wurde das Ansehen unseres Vereins mit den Füßen getreten, die Tradition unseres Clubs beschmutzt, Streitigkeiten vorrangig über Social Media oder den Boulevard statt hinter verschlossenen Türen ausgetragen. Wir wurden belogen, hinter das Licht geführt und übergangen. Doch in diesem Moment zählt das Alles nicht. In diesem Moment geht es schlicht und ergreifend um die Existenz oder den Exitus des FC Rot-Weiß Erfurt e.V..

All diese Probleme, Auseinandersetzungen und Fehler in der Vergangenheit können in einer ordentlichen Mitgliederversammlung ausgewertet werden. Die Zeit für Gespräche, gegenseitige Schuldzuweisungen und Streitigkeiten wird früh genug wieder kommen. 

Wir appellieren mit höchster Dringlichkeit an das Präsidium, den Ehrenrat und den Aufsichtsrat des FC Rot-Weiß Erfurt, den Insolvenzverwalter Volker Reinhardt und mögliche Investoren, Gönner und Freunde des Vereins sämtliche Grabenkämpfe beiseite zu legen und sich auf das Wichtigste zu fokussieren – den Erhalt und die Fortführung des FC Rot-Weiß Erfurt e.V.! 

Zeigt, dass in diesem Verein noch genug Leben und Ehrgeiz steckt, um auch dieses Dilemma zu überwinden. Zeigt, dass Euch dieser Verein am Herzen liegt und zeigt, dass er eine Zukunft haben kann.

Diese Stadt braucht ihren Verein!

Erfordia Ultras 1996

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Rückblick karitative Aktion

Nachdem die Corona-Pandemie unser aller Leben in den letzten 3 Monaten zum Teil grundlegend verändert hat, möchten wir uns letztmalig zu Wort melden und euch über die Beendigung der Spendenaktion für den Erfurter Tafel e.V. und Kontakt in Krisen e.V. berichten.

Im Rahmen der Spendenaktion wurden mehrmalig Lebensmittel an die genannten Vereine verteilt, ihnen organisatorisch unter die Arme gegriffen sowie im gesamten Gebiet der Rot-Weißen Republik zur Blutspende aufgerufen. Aber nicht nur in Erfurt beteiligten sich Ultragruppen und Fanbündnisse an lokalen Hilfsaktionen, stellten Spendensammlungen auf die Beine oder unterstützen Tafeln, Stadtmissionen und wohltätige Vereine bei der Bewältigung des Organisatorischen. Dies geschah auch an verschiedenen Standorten von der ersten bis hinab in die unteren Ligen. Während Boulevard und Verbände sich gegenseitig die Bälle bezüglich einer Fortsetzung der Ligen aus monetären Gründen zuspielten, wurde seitens der Fankurven praxisorientiert dort mit angepackt, wo es am Wichtigsten war. Oftmals fernab der Öffentlichkeit wurde durch diese Aktionen wieder einmal gezeigt, dass sich die aktiven Fußballfans in den Fankurven nicht nur als einen wichtigen Teil des sozialen Gefüges innerhalb ihrer Stadt sehen, sondern auch bereit sind, dieses Gefüge zu unterstützen und am Laufen zu halten. Ebenso wurde deutlich, dass sich die Fankurven ihrer gesellschaftlichen Rolle, trotz aller Verteufelungen seitens der Verbände, bewusst sind und für diese einstehen.

Seitens der Steigerwaldkurve Erfurt konnten über 5.000€ für den Erfurter Tafel e.V. und den Kontakt in Krisen e.V. gesammelt werden. Gedacht war das Geld anfangs nur für Lebensmittelspenden, welche auch mehrmals überreicht wurden. Im Rahmen der Sammlung machten wir jedoch die Erfahrung, dass neben der Ausgabe von Lebensmitteln die genannten Vereine auch vor finanziellen Herausforderungen, wie beispielsweise die Bewältigung der Miete für ihre Räumlichkeiten, Reparaturkosten für die Fahrzeuge und der Entlohnung von Hilfskräften, stehen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, neben den bereits gelieferten Lebensmitteln, die gesammelte Restsumme in Höhe von 3000 € auf fünf soziale Einrichtungen und Vereine in Erfurt zu verteilen. Jedem dieser Projekte kamen 500 € aus der Sammlung zugute. Des Weiteren entschlossen wir uns auch den Mühlhäuser Tafel e.V. zu unterstützen, nachdem es im Mai diesen Jahres zu einem Brand kam, der die gesamte Einrichtung zerstörte. Im Namen der Steigerwaldkurve besuchten wir in der letzten Woche den Erfurter Tafel e.V., Kontakt in Krisen e.V., die Evangelische Stadtmission (Restaurant des Herzens und Kaufhaus des Herzens), fairly fair e.V. sowie den Mühlhäuser Tafel e.V. und überreichten die symbolischen Schecks.

Wir möchten die letzten Zeilen nutzen, um uns bei allen Spendern und  ehrenamtlichen Helfern der Rot-Weißen Republik zu bedanken. Gleichzeitig richten wir unseren Dank auch an die oben genannten Vereine, welche mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass soziale Spannungen und Ungleichgewichte verringert werden können. Darüber hinaus  möchten wir nochmalig betonen, dass die Steigerwaldkurve Erfurt den Einrichtungen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung steht und im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne Hilfestellungen leisten wird.
 
Erfordia Ultras 1996
Juni 2020

Tafel Mühlhausen e.V.

Restaurant des Herzens & Kaufhaus des Herzens

fairly Fair e.V.

Kontakt in Krisen e.V.

Erfurter Tafel e.V.

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