Aufruf an alle Rot-Weiß Fans

Die Anhängerschaft unseres Vereins, ein Jeder von Euch, durchquert bereits seit Jahren ein tiefes Tal. Auch wir befinden uns nun an einem Punkt, an dem wir innehalten müssen, um zu begreifen, was für den Verein und eine ganze Region auf dem Spiel steht.

Wir können und wollen diese Zeiten nicht alleine durchstehen und laden deshalb alle interessierten Fans, Mitglieder, Fanclubs, Mitarbeiter, den Ehrenrat und Aufsichtsrat, Jugendmannschaften, Fankids, Fanrat und Sponsoren ein, mit uns über die aktuelle Lage zu diskutieren, Zeit miteinander zu verbringen, sich gegenseitig Kraft zu schenken und in harten Zeiten ein Stück weit Normalität einkehren zu lassen.

Treffpunkt ist am Samstag, den 01.02.2020, ab 10.30 Uhr in der Alten Parteischule.
Für Getränke und Speisen ist gesorgt.

Im Anschluss werden wir gemeinsam zum Steigerwaldstadion gehen, um den Spieltag gegen Energie Cottbus anzugehen. Anstoß ist 16 Uhr!

Wir gehen nach vorne, nie zurück!

Erfordia Ultras 1996

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Rückblick karitative Aktion

 
Wir möchten uns recht herzlich für eure Spendenbereitschaft bedanken!

2500€ und unzählige Lebensmittel konnten der Evangelischen Stadtmission Erfurt in dieser Woche übergeben werden.
Ein besonderer Dank gilt der Bäckerei Bergmann und dem Edeka Halecker. Desweiteren bedanken wir uns bei der Mannschaft, den Steigerwald-Fankids und nicht zuletzt bei euch für die Teilnahme an dieser Aktion, liebe Steigerwaldkurve.

Bei der symbolischen Scheckübergabe wurde die uns entgegengebrachte Dankbarkeit besonders deutlich. Wir danken dem Restaurant des Herzens, dass wir uns ein Bild über die Räumlichkeiten und euer Engagement machen durften. Eure Arbeit ist ehrenhaft!

Zusammen mit der Freikarten- und Fanboxenaktion bei einigen Sportvereinen der Rot-Weißen Republik bildet diese Aktion einen versöhnlichen Abschluss dieses so verkorksten Fußballjahres, welchen wir in Zukunft gerne wiederholen möchten. Wir wünschen allen Rot-Weißen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020! Auf bessere Zeiten mit unserem Fußballclub!

Vorwärts Steigerwaldkurve!

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2:1-Niederlage bei Lok Leipzig

4.337 Zuschauer, ca. 800 Erfurter

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1:0-Heimsieg gegen Viktoria Berlin

2.742 Zuschauer, keine Gästefans

Danke an Halle und 2x Groningen.

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0:0-Unentschieden bei Hertha II

606 Zuschauer, ca. 200 Erfurter

Grazie Ultras Massese (12x). Danke an 1x Halle.

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Fanhilfen kritisieren Beschlussvorschlag für Innenministerkonferenz

 

Auf der anstehenden Innenministerkonferenz (IMK) vom 04. bis 06. Dezember 2019 in der Hansestadt Lübeck sollen erneut Gesetzesverschärfungen gegen Fußballfans beschlossen werden. Die IMK soll demnach unter anderem eine härtere Bestrafung des Abbrennens von Pyrotechnik, eine Reformierung des Landfriedensbruchs sowie den Entzug der Fahrerlaubnis bei Vergehen im Zusammenhang mit Fußballspielen beschließen. Die Fanhilfen kritisieren allein die Debatte über derlei Maßnahmen als realitätsfremd, unverhältnismäßig und rechtswidrig.

Erst kürzlich wurde im aktuellen Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der wiederholte Rückgang von eingeleiteten Strafverfahren und verletzten Personen im Zusammenhang mit Fußballspielen festgestellt – Ein Trend, der seit Jahren anhält. Weshalb nun also erneut Gesetze verschärft werden sollen, um Fußballfans noch mehr als ohnehin schon zu kriminalisieren, erscheint schleierhaft. Vielmehr scheint es ein erneut billigster Versuch, sich über kurzgedachte und ineffektive Maßnahmen als vermeintlich „durchgreifender“ Law-and-Order-Politiker in der Öffentlichkeit profilieren zu wollen.

Die Erfahrung der Fanhilfen zeigt, dass die bereits existierenden Gesetze und weitgehenden Strafverfolgungsmöglichkeiten bei Fußballfans im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Gruppen bis zum letzten ausgereizt werden. Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wird von Polizei und anderen Behörden oftmals kaum bis gar nicht beachtet. Ohne jemals einer Straftat schuldig gesprochen worden zu sein, mit einem bereits bei Zustellung Gebühren verursachenden Betretungsverbotsbescheid bedacht zu werden, ist Zeugnis dessen genug. Ähnliches gilt für die Speicherung in illegalen Polizeidateien, ohne darüber auch nur ansatzweise informiert zu werden. Was an Fußballfans aus Sicht der Sicherheitsbehörden „erfolgreich“ getestet wurde, trifft später auch alle anderen. Inwieweit der Entzug der Fahrerlaubnis beispielsweise zu sichereren Fußballspielen beitragen soll, bzw. dass umgekehrt eine Person, die im Stadion auffällig wird, gleichzeitig nicht fahrtüchtig sein soll, bedarf ebenso mindestens einer Erklärung. Aus Sicht der Fanhilfen handelt es sich hierbei schlichtweg um Populismus und das auf Kosten von Freiheitsrechten eines jeden Einzelnen.

Bezüglich Pyrotechnik von einer gesellschaftlichen Missbilligung und dem Ausdruck zu verleihen in einer solchen Totalität zu sprechen, erscheint überdies mindestens anmaßend in Anbetracht sicherlich durchaus abweichender Meinungen bei nicht wenigen Menschen, die tatsächlich die Fußballstadien der Republik besuchen. Nicht nur als Fußballfan, sondern auch als gemeiner Steuerzahler fragt man sich doch eingängig, ob es nicht wichtigere Themen auf einer Innenministerkonferenz zu besprechen gibt, die die Gesellschaft in der Tat derlei missbilligt.

Insbesondere im Hinblick auf negative Beispiele in eben jenen Strafverfolgungsbehörden in der jüngsten Vergangenheit sowie eine mangelnde transparente Fehlerkultur und die daraus resultierenden Folgen.

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Heimspiel gegen Chemie

Hallo Steigerwaldkurve,
nachdem wir uns bereits zum ersten Heimspiel der Saison bezüglich der Choreoproblematik zu Wort gemeldet haben, möchten wir Euch darüber informieren, dass mit den Verantwortlichen vom FC RWE und der Arena GmbH leider keine Einigung erzielt werden konnte. Obwohl jahrelang Materialfreiheit in Erfurt herrschte und wir somit in der Lage waren großangelegte Choreografien wie zum Abschied des Steigerwaldstadions, gegen Chemnitz oder unzähligen Spielen der letzten Saison zu präsentieren, sehen wir uns an einem Punkt angekommen, an dem wir an kompromisslosen Entscheidern im Verein und der Arena GmbH scheitern. Verstärkend kommt hinzu, dass sowohl Polizei, als auch Ordnungsamt den Traum eines jeden Sicherheitsfanatikers leben wollen und eine aktive Fankultur in unserem Stadion dabei nur störend ist. 

Da die neuen Anforderungen an Choreografien sowohl den finanziellen, als auch zeitlichen Rahmen sprengen würden, sehen wir uns nicht im Stande bei Heimspielen des FC RWE weiterhin auf diese optische Untermalung zu setzen. Wir können und wollen es nicht akzeptieren, dass jahrelange Selbstverständlichkeiten Stück für Stück abgeschafft werden und sich der Verein in immer stärkere Abhängigkeit der Behörden begibt.

Aus diesem Grund geben wir hiermit bekannt, dass es bis auf Weiteres keine optischen Aktionen, wie Choreografien und Intros, unsererseits in der Steigerwaldkurve zu sehen gibt.

Unseren Unmut diesbezüglich werden wir, in Form von kleineren und größeren Aktionen, dauerhaft ins Stadion tragen.

Materialfreiheit in Erfurt und überall!

Erfordia Ultras 1996, September 2019

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Neue Saison, neuer Präsident – alte Probleme!

Wenn am 16.08. in München der Pfiff ertönt, beginnt auch für die letzten Vereine die neue Spielzeit 2019/2020. Die Vorfreude, die hunderttausende Fans in ganz Deutschland auf die wichtigste Nebensache der Welt haben, teilen auch wir. Diese Vorfreude wird jedoch wie jedes Jahr von denselben Problemen getrübt.

In der dritten Liga begann die Saison gleich mit einem Montagsspiel, einem Übel, welches aufgrund massiver Proteste in den oberen beiden Ligen zurückgedrängt werden konnte. Aber auch dort erinnert der „Spieltag“ eher an einen Kongressplan mit verschiedenen Veranstaltungen und ist nach wie vor Lichtjahre von unserem Ideal entfernt.

An den Gästeeingängen wird es trotz Pilotphase wieder zu sinnlosen Diskussionen mit Konfliktpotential kommen, die sich mit der Länge von Plastikstäben und dem Durchmesser von Stoff beschäftigen. Heimfans sehen sich teilweise, wie in München, gleich einem Komplettkörperscan gegenüber, der aufgrund immer funktionierender Terrorhysterie zu noch mehr Überwachung und dem „gläsernen Fan“ führt.

Aber besser, solche Diskussionen überhaupt führen zu können, als mit Stadionverbot – und darauf häufig folgendem Betretungsverbot – gar nicht ins Stadion oder in die Nähe zu können. Und dass nur, weil die Polizei einen Verdacht gegen einen hat.

Im Block angekommen ist man konfrontiert von Überwachungskameras, die haargenau aufzeichnen können, ob es nicht irgendein vermeintliches Fehlverhalten gibt, welches zwar null Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber dennoch mit horrenden Summen gegenüber den Vereinen geahndet werden kann. Diese dürfen ihre Rechnungen dann fröhlich weitergeben und so Privatinsolvenzen aufgrund einer fragwürdigen Paralleljustiz verursachen.

Und all diesen Problemen zum Trotz, wird mit vermutlich großem Brimborium am 20./21.08.2019 zunächst ein neues DFL-Präsidium gewählt, was zukunftsweisend für so wichtige Themen wie 50+1, den Videobeweis oder die Anstoßzeiten ist, ehe am 27.09.2019 der neue Präsident des DFB gewählt werden soll.

Wer auch immer diese Funktionen bekleiden wird – ihre Aufgaben sind aus unserer Sicht klar. Um auf die gegenwärtigen Probleme, mit denen Fußballfans in ganz Deutschland konfrontiert sind, erneut hinzuweisen und den neuen Verantwortlichen gleich ihre ersten Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben, geben wir ihnen , teilweise erneut, hiermit unsere Positionspapiere an die Hand.

Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball, wenn dieser sich nicht noch weiter von der Basis entfernen will. Was zu ändern ist, ist aus unserer Sicht klar.

Die Gesichter mögen wechseln – die Probleme leider nicht!

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Stellungnahme zur aktuellen Lage

Mit folgenden Worten möchten wir Stellung beziehen zu den Vorkommnissen beim letzten Heimspiel gegen den BFC Dynamo Berlin. Wir tun dies mit der Absicht die anderen Stadionbesucher aufzuklären und tragen damit Sorge, dass ein harmonisches Wechselspiel zwischen allen Bereichen des Steigerwaldstadions, allen Altersschichten und sämtlichen verschiedenen Ausprägungen des Fan-Daseins, weiterhin möglich ist. Gleichzeitig sehen wir es als unsere Pflicht an, als größte und aktivste Gruppe der Steigerwaldkurve, Missstände klar zu benennen und stellvertretend für die Rechte der aktiven Fans einzustehen.

Vorgeschichte:

Bereits seit Mitte der Saison 2018/2019 schwillt hinter den Kulissen der Konflikt zwischen dem FC RWE und uns als Gruppe. Hintergrund dessen sind mehrere Aussagen der Verantwortlichen vom Verein und der Arena GmbH, welche in einer aktiven ausgelebten Fankultur mitsamt ihrer Stärken und vermeintlichen Schwächen, zunehmend eine Bedrohung sahen. War es bis vor einigen Jahren noch usus, dass Verein und Fanszene sich bei Problemen, trotz oftmals kontroverserer Standpunkte, austauschten, so kühlte sich dieses Verhältnis mit der Zeit ab und mündete in gegenseitigen Anschuldigungen. Dabei ist nicht außer Betracht zu lassen, dass durch die faktische Alleinherrschaft des Insolvenzverwalters Herrn Reinhardt zunehmend eine Entfremdung vom Verein und seinen Strukturen stattfand. Oftmals lässt uns einzig das Bild vom Verein, welches idealistisch in unseren Köpfen verankert ist, festhalten an Aktionen oder der täglichen Arbeit im Gesamtgefüge FC Rot-Weiß Erfurt, welches neben der organisatorischen Komponente, vor allem aus vielen Mitgliedern und tausenden Fans besteht. Bereits nach dem Heimspiel gegen Lok Leipzig im März diesen Jahres verkündeten Verein und Arena GmbH ein Verbot aller Choreographien, die Nutzung des Capopodest und der Lautsprecheranlage in der Steigerwaldkurve für die folgenden 5 Heimspiele. Gleichzeitig verwies man darauf, dass Choreos zukünftig im Voraus anzumelden seien und große Blockfahnen nicht mehr genutzt werden dürfen. Hinzu kamen Drohungen von Materialverboten und die Untersagung der weiteren Bemalung von Wänden im Stadionumlauf, sollte es zu weiteren Verstößen gegen die auferlegten Regeln kommen. Als Argument ließ man verlauten, dass in der Vergangenheit bereits beim Heimspiel gegen Chemnitz im Jahr 2016 und beim Heimderby im Jahr 2018 Blockfahnen als Choreobestandteil zu sehen waren und gleichzeitig Pyro genutzt wurde, welche entgegen andersartiger Behauptungen jedoch nie zu Verletzungen führte, sondern stets verantwortungsbewusst eingesetzt wurde. Fortan wollten Verein und Arena GmbH gemeinschaftlich entscheiden, ob eine Choreo durchgeführt werden kann und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Wir möchten hierbei klar betonen, dass im 23-jährigen Bestehen der Erfordia Ultras eine Vielzahl an verschiedenen Choreoelementen genutzt wurde und wir eine Beschneidung der Nutzung bei Heimspielen als nicht tragbaren Zustand empfinden. Heuchlerisch gerade von Vereinsseite, welche Bilder von Choreos zu Werbezwecken nutzte und sich auch über die hauseigene Zeitschrift „RWE Express“ mehrmals eindeutig für die lautstarke und farbenfrohe Unterstützung bedankte. Bilder, die wir gerne liefern, da sie in der Außendarstellung des Clubs wohlwollend aufgenommen werden und helfen am ramponierten Image des FC RWE etwas zu ändern. Ramponiert vor allem aufgrund von Machtkämpfen, Geltungsbedürfnissen einiger Einzelpersonen und Versagen auf höchster Ebene – nicht aufgrund etwaigen Fehlverhaltens der Fans, die hierbei jedoch immer wieder als Sündenböcke herhalten müssen.

Heimspiel BFC Dynamo:

Bereits früh wurde allen Rot-Weiß Fans klar, dass das letzte Heimspiel ein besonderes werden würde. Niemand geringeres als Urgestein Sakko Schröder sollte ein letztes Mal seinem Job am Rand des Spielfelds nachgehen und nach 58 Jahren den Schlusspunkt unter ein arbeitsreiches Leben zu Diensten des FC RWE setzen. Auch wir erstellten zu Ehren Sakkos in wochenlanger Handarbeit eine Choreografie, fertigten Fahnen an, bemalten Stoff und gaben Unmengen an Geld aus. Dabei verzichteten wir bewusst auf eine Anmeldung selbiger Aktion, da wir es nicht als zielführend ansehen, Freiheiten im Kurvenrahmen kampflos aufzugeben. Des Weiteren lag unser Fokus ganz klar auf einer ordentlichen Verabschiedung Sakko Schröders. Bereits bei Ankunft am Stadion wurde ersichtlich, dass der Verein kein Interesse an einer lebendigen Fanszene hat, da mehrmals recht klar ein Choreoverbot über Dritte kommuniziert wurde. Erst nach langen Interventionen stellte sich der Verein in Form von Herrn Reinhardt und Frau Busse sowie dem Geschäftsführer der Arena GmbH Herrn Fothe einem halbstündigen Gespräch, welches 15 Minuten vor Anpfiff abrupt sein Ende fand. Im Ergebnis hielt man daran fest, dass optische Aktionen zukünftig angemeldet werden müssen, verwies auf die Stadionordnung des Steigerwaldstadions, die große Fahnen verbiete und vermittelte deutlich den Eindruck, dass die Kurve als Bedrohung wahrgenommen wird. Insoweit war es verwunderlich, dass die handelnden Entscheidungsträger mehrmals einen Zutritt, mitsamt Blockfahne, zusicherten, wenn es Haftungsversprechen unsererseits gäbe für eventuelles Fehlverhalten der ganzen Kurve. Zugeständnisse, die wir weder machen können, noch wollen. Verwunderlich auch deshalb, da die Stadionordnung auch bei diesem Spiel streng genommen bestand hatte und man ein Verbot von Blockfahnen immer wieder auf selbige schob. Es erhärtet sich der Eindruck, dass Ausnahmen der Regel prinzipiell möglich sind, allerdings nur, wenn Selbige den eigenen Befindlichkeiten zu Nutzen kommen. Andernfalls wird sich gerne darauf berufen. Prinzipiell vertreten wir die Ansicht, dass jeder für seine Taten selber haftet und nicht stellvertretend eine ganze Gruppe. Hierbei zeigte sich mal wieder, dass wir Fans als zahlender Kunde und Stimmungsdienstleister jederzeit erwünscht sind. Sobald jedoch Kritik geäußert wird, versucht man durch Diffamierungen und Verbote der Sache Herr zu werden. Ansätze, die Herr Reinhardt nicht nur diesbezüglich öfters vermittelte und von denen wir uns klar distanzieren.

Forderungen:

Wir erwarten vom FC RWE, dass er seine Fanbasis endlich als das wahrnimmt, was sie ist: der wichtigste Rückhalt und das Grundgerüst unseres Vereins. Dazu gehört aus unserer Sicht auch, die verschiedenen Ausprägungen des Fandaseins zu verstehen und gleichzeitig zu akzeptieren. Wir sind Ultras! Wir sind weder gut, noch schlecht. Einseitige Betrachtungsweisen helfen nicht zu verstehen. Wir haben immer wieder betont, dass es uns als Gruppe nur im Gesamtpaket gibt und die Kurve unbequem bleibt in ihrer Auslebung. Dabei verstehen wir uns als Opposition und Gegenpol zum Bundesligaeventpublikum, welches zahlt, konsumiert und abschaltet.

Wir erwarten vom FC RWE den Status Quo wiederherzustellen und offensiv für Materialfreiheit und Meinungsfreiheit im Stadion einzustehen und diese Werte zu vertreten. Fan-Materialien sind seit Jahrzehnten Teil der Stadionkultur in Deutschland und sollten nie Verhandlungssache oder Druckmittel sein. Eine Anmeldung von Choreos und Fahnen lehnen wir ab. Gleichzeitig erwarten wir auch, dass der Verein sich gegenüber Gästefans offen positioniert und Fans nicht als Bedrohung wahrnimmt.

Wir erwarten vom FC RWE deeskalierendes Verhalten und, wenn angebracht, deutliche Kritik am Polizeieinsatz der Erfurter Einheiten. Wir können und wollen es nicht länger akzeptieren, dass Fans im Vorhinein kriminalisiert werden, jedes Spiel in Liga 4 mit Gästen zum Hochsicherheitsspiel stilisiert wird und Polizeieinheiten wie wild gewordene Tiere um sich schlagen können. Fußballfans sind keine Menschen zweiter Klasse! Gleichzeitig erwarten wir, dass der Verein sein Hausrecht konsequent wahrnimmt und die für die Sicherheit engagierte Firma die Spiele des Vereins im Stadion absichert. Es ist nicht tragbar, dass sich einzelne Fans dauerhaft am Stadionparkplatz kontrollieren lassen müssen und die aktive Szene eine Sonderbehandlung am Eingang durch eingesetzte Beamte bekommt, während Verantwortliche des Vereins dies achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Die Absicherung des Spieltages ist Aufgabe des Vereins und seiner Dienstleister.

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen wird es am Mittwoch gegen Lok in den ersten 10 Minuten einen Protest der Kurve geben. Bitte achtet auf die Ansagen der Capos.

Mit unseren letzten Worten möchten wir uns bei allen Menschen bedanken, die wie wir die gleichen Werte teilen und sich am letzten Spieltag solidarisch gezeigt haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie wichtig ein geschlossenes Auftreten als Gemeinschaft Steigerwaldkurve ist und welchen Stellenwert dies in unser aller Leben einnimmt. Gemeinsam konnten wir Sakko vor den Toren verabschieden, ihm Präsente überreichen und somit einem der letzten RWE Urgesteine die Ehre erweisen. Laut und unbequem!

…niemals wird es anders sein, unser Leben für den Verein!

Erfordia Ultras 1996 im Juli 2019

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Spielplan 2019/2020

Sa., 01.02., 16.00 Uhr Energie Cottbus (H)
Sa., 08.02., 13.30 Uhr VfB Auerbach (A)
Sa., 15.02., 13.30 Uhr Optik Rathenow (H)
So., 23.02., 13.30 Uhr ZFC Meuselwitz (A)
So., 01.03., 13.30 Uhr Berliner AK (H)
Fr., 06.03., 19.00 Uhr BFC Dynamo (A)
Fr., 13.03., 19.00 Uhr Wacker Nordhausen (H)
Sa., 21.03., 13.30 Uhr Chemie Leipzig (A)
So., 05.04., 13-30 Uhr SV Babelsberg (H)
10.-12.04., Bischofswerdaer FV (A)
17.-19.04., Union Fürstenwalde (H)
24.-26.04., Germania Halberstadt (A)
01.-03.05. SV Lichtenberg (H)
08.-10.05. VSG Altglienicke (A)
14.-16.05., Hertha BSC II (H)

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